Säugling/Babyalter:
-Exzessives Schreien
-Dreimonatskoliken
-Saug-Still-Schluckprobleme
-Überstreckung, Schiefhals
-Flacher, verformter Kopf
-Erbrechen, vermehrtes Spucken
-Schlafprobleme
-ausgeprägte Schreckhaftigkeit
Kleinkindalter:
-Entwicklungsverzögerungen der Sprache oder der Motorik
-Verhaltensauffälligkeiten
-Unruhe, Ängste
-Verdauungsprobleme
-Schlafprobleme
-Fehlstellungen der Füße
Kindergartenalter:
-Sprachentwicklungsverzögerungen
-Auffälligkeiten der motorischen Entwicklung
-Auffälligkeiten im Sozialverhalten
-Hyperaktivität, Unruhe,
-Fehlende Impulskontrolle
-Ticstörungen, Ängste
-Einnässen, Einkoten
-regelmäßige Bauch-oder Kopfschmerzen
Schulalter:
-Lese-Rechtschreibschwäche
-Legasthenie, Dyskalkulie
-Konzentrations- und Lernstörungen
-Verhaltensauffälligkeiten
-Lernprobleme
-Versagensängste, Verweigerung
-Kieferfehlstellungen
Sonstiges:
-Schleudertrauma
-nach Unfällen und Stürzen
Es kann viele Gründe geben, warum Ihr Kind diese Auffälligkeiten zeigt. Ein ausführliches Anamnesegespräch, das meist ohne dem Kind stattfindet, kann bereits Aufschluss über mögliche Ursachen bzw. Auslöser geben.
Einen Schwerpunkt lege ich in diesem Gespräch auf die Zeit während der Schwangerschaft und den Geburtsverlauf, denn in dieser Zeit können Dysfunktionen im kindlichen Organismus entstanden sein, die zu diesen Auffälligkeiten geführt haben können. Typische Komplikationen sind z.B. der Einsatz von Saugglocke oder Geburtszange, starke Kompressionen v.a. des Kindskopfes im Becken, Kaiserschnitt, Sturzgeburt usw.
Diese ungünstigen Faktoren können beim Säugling sowohl körperliche, als auch seelische "Wunden" hinterlassen, die mit Hilfe der Osteopathie gelöst werden können.
Die Auswirkungen einer schwierigen Geburt können sich auch erst Jahre später zeigen. Auch wenn eine frühzeitige Behandlung im Baby- oder Kleinkindalter quasi »verpasst« wurde, ist eine Behandlung im Schul- oder Teenageralter nicht zu spät. Auch dann kann die Osteopathie Ihrem Kind noch helfen.
Osteopathie kann eine wertvolle Unterstützung während der Schwangerschaft sein, besonders bei häufigen Beschwerden wie Ischiasschmerzen, Beinschmerzen, Rückenschmerzen oder Schmerzen an der Symphyse. Durch sanfte, gezielte Techniken wird die Beweglichkeit des Körpers verbessert, Verspannungen gelöst und die Muskulatur entspannt. Dadurch können die Beschwerden gelindert und das Wohlbefinden gesteigert werden, damit Sie vor allem die letzten Wochen der Schwangerschaft beschwerdefrei genießen können.
Es kommt auch regelmäßig vor, dass sich das Baby zum Ende der Schwangerschaft nicht mit dem Kopf nach unten ins Becken dreht. Eine mögliche Ursache könnte eine zu enge Umgebung sein, z.B. wenn die Mutter stark angespannte Bauchmuskeln oder Bänder hat. In der osteopathischen Behandlung werden diese umliegende Strukturen behandelt und entspannt, um dem Baby den nötigen "Freiraum" zu ermöglichen. Ich behandle NICHT das Baby im Mutterleib und führe keine äußere Wendung durch!!!!
In dieser Zeit wird der Rhythmus überwiegend durch den Säugling bestimmt. Es ist daher für Sie als Eltern nicht vorhersehbar, ob Ihr Kind während der Behandlung gestillt werden möchte oder sogar die komplette Behandlung "verschläft". Ich gehe flexibel auf die jungen Patienten und deren Familie ein und achte sehr auf den Rhythmus des Kindes. So kann es vorkommen, dass ich bestimmte Handgriffe bei ihrem Kind durchführe, während Sie Ihr Kind stillen oder ihm die Flasche geben. Dabei ist es mir ein großes Anliegen, die vertraute Situation so wenig wie möglich zu stören und ziehe mich gegebenenfalls auch zurück, wenn ich das Gefühl habe, dass es Ihnen oder Ihrem Kind zu viel wird.
In dieser Zeit sind die Kinder sehr bewegungsfreudig und aktiv. Ihr Kind muss während der Behandlung nicht ruhig auf der Liege liegen oder sitzen. Ich führe die sanften Berührungen auch durch, während Ihr Kind ein Buch ansieht oder sich mit einem Spiel beschäftigt. Im Spiel zeigen die Kinder oft, wo sie noch Unterstützung benötigen oder welchen Entwicklungsschritt sie noch durchlaufen möchten. In diesem Alter kann es auch vorkommen, dass sich das Kind von mir nicht anfassen lässt, vor allem die Fremdelphase ist hierfür typisch. Ich akzeptiere die Bedürfnisse des Kindes und übergehe die körperliche Grenze nicht. So kommt es immer wieder vor, dass ich anstelle des Kindes die Mutter oder den Vater behandle. Dadurch bekommt das Kind mit der Zeit Vertrauen zu mir und ist vielleicht bereit, sich im Anschluss oder an einem anderen Tag von mir behandeln zu lassen.
Kinder im Schulalter sind in der Regel sehr kooperativ und machen gerne mit. Sie können ihre Beschwerden in diesem Alter sprachlich sehr gut formulieren.
Die Behandlung findet meist im Liegen statt. Die Kinder dürfen ihre Kleidung anbehalten. Dies ist mir vor allem aufgrund des zunehmenden Schamgefühls in diesem Alter sehr wichtig. Ich empfehle daher gemütliche und lockere Kleidung, in denen sich Ihr Kind wohlfühlt.
Durch die sanften Techniken kommen die Kinder meist sehr schnell zur Ruhe und es kommt gelegentlich vor, dass ein Kind einschläft. Die Eltern sind in der Regel während der Behandlung mit dabei. Je älter die Kinder werden, desto häufiger wird von ihnen der Wunsch geäußert, dass die Behandlung ohne die Eltern durchgeführt werden soll.
In dieser Entwicklungsphase kommt es vor, dass die Jugendlichen nicht sehr kooperativ sind. Meist werden die Probleme heruntergespielt und verharmlost, ganz im Gegensatz zu den Schilderungen der Eltern. Vor allem wenn die Jugendlichen nicht freiwillig kommen, ist die Kooperation oft sehr gering. In diesen Fällen hilft es oft, das Gespräch und die Behandlung ohne die Eltern stattfinden zu lassen. Die Jugendlichen antworten meist freier und offener, ohne auf jemanden Rücksicht nehmen zu müssen.
Wie kooperativ sie die Behandlung mitmachen, wird sich zeigen.


von @javi_indy
von @jcomp





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